Do. 23.10.2014
19.30 Uhr
Max Volbers, Flöte
Anna Kiskachi, Cembalo
Shen-Ju Chang, Viola da Gamba
Haus Bodelschwingh
Schlossstraße 101
44357 Dortmund
Eintritt: 48€
© Jürgen Spiler

Max Volbers, Flöte |
Anna Kiskachi, Cembalo |
Shen-Ju Chang, Viola da Gamba

Venedig im Nebel – Hitze über der Toskana: Bilder, die unerreichbar blieben für die meisten Menschen im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts. Indessen, die Musik der alten italienischen Meister fand ihren Weg in viele Länder des Kontinents. Und man liebte sie , denn sie kann auf einzigartige Weise erzählen von den kleinen und großen Wundern unter dem Himmel Italiens. Sie lacht, weint, klagt, jubelt, singt – manchmal sogar in einem Atemzug. Dabei ist sie nicht nur außergewöhnlich farbenreich und gefühlsbewegt, sondern je nach Region auch sehr verschieden. In Venedig war der musikalische Geschmack ein anderer als in Mailand, und wieder anders spielte man in Neapel oder in Rom. Im 19. und 20. Jahrhundert verklärte sich das Bild der Barockmusik, und von den alten italienischen Meistern blieb lange fast allein Antonio Vivaldi in Erinnerung. Den Werken Arcangelo Corellis galt kaum noch Interesse. Allenfalls Pianisten kannten noch Domenico Scarlatti. Und sehr zu Unrecht sind Namen wie Dario Castello, Francesco Veracini, Francesco Mancini oder Nicola Matteis über Jahrhunderte in Vergessenheit geraten.

Max Volbers, Shen-Ju Chang und Anna Kiskachi begegneten sich im Studium am Mozarteum Salzburg. Aus der Schatztruhe italienischer Barockmusik haben sie Raritäten gehoben, darunter Kostproben aus der Feder bis heute unbekannter Komponisten. Und was einmal modern war, klingt mit diesem Trio auch heute noch frisch.

Um das Jahr 1300 erbaute Ritter Giselbert I., genannt Speke, ein Zweikammerhaus auf Eichenpfählen. Alle Teile des Wasserschlosses ruhen bis heute auf diesen Pfählen, die durch das umgebende Wasser konserviert werden. Das Schloss wurde ab 1565 zum heutigen Renaissancebau mit Ecktürmen, welschen Hauben und Renaissance-Giebeln erweitert. Der heute dem Schloß vorgelagerte Hof mit den Wirtschaftsgebäuden wurde bereits im 17. Jahrhundert angelegt. Haus Bodelschwingh ist eine der letzten Anlagen im Ruhrgebiet, die sich noch in Privatbesitz befinden.